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Kabelvollbandage / Brandschutzgewebe

Brandschutzbandagen gemäß Zulassung Z-56.217-3567

Elektrokabel und Isolierungen können durch die brennbaren Kunststoffe (PVC, PE, usw.) das Feuer vom Brandherd in andere Brandabschnitte übertragen. In Brandfällen entstehen für Menschen und Tiere stark toxische und korrosive Rauchgase sowie Brandkondensate, die meist auch zu hohen Sekundärschäden an Gebäudeteilen, Einrichtungen und Warenvorräten führen.

Das System BC-Brandschutz-Kabelvollbandage verhindert als wirkungsvolle Brandschutzumhüllung die Entstehung eines Brandes an horizontal und vertikal verlegten elektrischen Kabeln, Kabelbündeln, Kabeltrassen, bzw. auch anderen Brandlasten.

Im Brandfall bildet die Kabelvollbandage eine mikroporöse, wärmedämmende, zweiseitige Schaumschicht, die im Inneren der Kabelvollbandage eine Brandausbreitung verhindert.

In schwierigen Bausituationen, z. B. bei beengten Platzverhältnissen, kann die Kabelvollbandage die einzige geeignete Brandschutzmaßnahme sein. Die Zulassung Z-56.217-3567 des Systems BC-Brandschutz-Kabelvollbandage ermöglicht einen Anwendungsbereich zwischen raumabschließenden Bauteilen.

Das schwerentflammbare Brandschutzgewebe (Baustoffklasse DIN 4102-B1) mit der Produktbezeichnung BC-Brandschutz-Bandage KVB ist in der Anwendung im System "BC-Brandschutz-Kabelvollbandage" eine Vorkehrung zur Behinderung der Brandentstehung und Verhinderung der Brandweiterleitung durch elektrische Leitungen (Kabeln) oder Leitungsanlagen (Kabelanlagen). Die Brandausbreitung über die mit der Brandschutzumhüllung versehenen elektrischen Leitungen (Kabel) und Leitungsanlagen (Kabelanlagen) wird verhindert.

Die Größe der Kabel oder Kabelbündel bzw. deren Gesamtleiterquerschnitt sowie die Größe der Kabeltragekonstruktionen sind dabei nicht beschränkt (nähere Angaben siehe Zulassung Z-56.217-3567).

Kabelvollbandagen werden z. B. auch bei Neubauten häufig in Verbindung mit zugelassenen Abschottungssystemen (Schott S 90 / UNO oder S 90 / Kombi) zur Brandlastkapselung als vergleichbare Lösung zu I-Kanälen eingesetzt, wenn die örtlichen Randbedingungen brandschutztechnisch nicht umsetzbar sind.

Die zusätzlichen Abschottungen verhindern die mögliche Ausbreitung von Feuer und Rauch in andere benachbarte Brandabschnitte (nähere Angaben siehe Gutachtliche Stellungnahme IBMB-3938/9389).
Gemäß der Gutachtlichen Stellungnahme IBMB-3331/1071 stellen die Kabelvollbandagen unter der Voraussetzung, dass die nach der MLAR vorgeschriebenen Maßnahmen aufgrund vorhandener Installationen nicht möglich sind, ein Schutzsystem dar, das annähernd gleiche Schutzziele, wie sie in der MBO in Verbindung mit der MLAR vorgegeben sind, erfüllt. Die umfangreichen Eignungsnachweise sind durch Zulassungen, Technische Informationen, Montageanleitungen, Untersuchungsberichte, Gutachtliche Stellungnahmen dokumentiert.

Anwendungsbeispiel 1
Halbseitige äußere Bandagierung einer Steigetrasse an einem nichtbrennbaren massiven Bauteil. Diese Bauweise ist bei vertikalen Kabelanlagen die wirtschaftlichste Variante. Nachinstallationen sind problemlos ohne Mehrkosten möglich.

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Anwendungsbeispiel 2
Äußere Bandagierung einer horizontalen Kabeltrasse mit Überlappungen der Bandagen ≥ 5 cm. Diese Variante ist die häufigste Montageart. Nachbelegungen sind einfach

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Anwendungsbeispiel 3
Innere Bandagierung einer Steigetrasse innerhalb eines Brandabschnittes. Bei dieser Montageart ist eine einfachere Überwachung von unterschiedlichen bandagierten Kabelarten möglich.

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Anwendungsbeispiel 4
Innere Bandagierung einer horizontalen Kabeltrasse mit einem Abstand der Bänder ≤ 0,5 m.
Diese Bauweise ist die kostengünstigste und einfachste Variante bei waagerechten Trassen.

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Anwendungsbeispiel 5
Ausführung von Aus- bzw. Eingängen gemäß Abschnitt 4.2 der Zulassung Z-56.217-3567

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Anwendungsbeispiel 6
Brandlastkapselung einer mit Kabeln belegten Kabeltrasse zwischen raumabschließenden Bauteilen mit angrenzenden Rohren. Durch diese Kombiabschottung dürfen auch noch brennbare Rohre und brennbare Isolierungen hindurchgeführt werden.

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Technische Information

PDF, 449 KB, Dezember 2012


Montagehinweis

PDF, 3 MB, April 2013


Ausschreibungstext

PDF, 156 KB, Dezember 2012


Produktinformation mit Bildern

PDF, 3 MB, Februar 2011


Allgemein bauaufsichtliche Zulassung Z-56.217-3567

PDF, 1 MB, gültig bis November 2017


Sicherheitsdatenblatt

PDF, 39 KB, Mai 2009


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